Sunday, September 11, 2016

Predigt am 14. Sonntag nach Trinitatis in St. Pölten

14. Sonntag nach Trinitatis
22. Sonntag im Lesekreis
Sir 3,17-18.20.28-29; Hebr 12,18-19.22-24a; Lk 14,1.7-14
Altkatholische Bürgerspitalkirche, St. Pölten
28 August 2016
Pfarrer em. Dr. Walter Baer

Ausnahmsweise, werde ich heute hauptsächlich die Epistel-Lesung anstatt das Evangelium zum  Predigttext nehmen.

Heuer in den letzten zwei Monaten waren unsere Epistel-Lesungen aus dem Hebräerbrief, das für mich ein höchst interessantes Buch ist, aber zugleich eines der kompliziertesten Bücher des Neuen Testaments darstellt. Im heutigen Text kommen wir zu einem gewissen Höhepunkt.

Bibelstelle: Hebr - 12,18-19.22-24a
Schwestern und Brüder! Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden; Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes.

Jeder wird die Feier des Gottesdiensts auf seine Weise erleben. Obwohl es ein und derselbe Gottesdienst ist, den wir zusammen feiern, so sehr verschieden sind unsere Erwartungen und unser Verständnis dessen, von dem was hier eigentlich geschieht. Vielfach unterschiedlich, was uns davon wichtig ist; vielfältig nicht zuletzt die Stimmung, in der jeder hier her kommt. So verschieden die Erwartung und Erfahrung ist, so verschieden ist auch das, was man vermisst.

Nicht Wenige suchen in der Messe vor allem die Erfahrung des Heiligen. Auch wenn man es anders benennt, ist unverkennbar die Suche nach dem, was nicht beliebig verfügbar ist, vorrangig. Zu vieles ist banal, und es keimt daher die Hoffnung, dass etwas Göttliches aufscheint, das zumindest diesen Augenblick der Banalität entreißt. Die Suche nach dem Heiligen fasziniert gerade deswegen, weil es unnahbar ist, der Verfügung der Menschen entzogen ist.

Manche führt dies in die wenigen Gottesdienste, die in geheimnisvollem Latein und in der alten Form gefeiert werden, so wie sie im 16. Jahrhundert festgelegt worden sind. Manche führt dies zu einer orthodoxen Kirche mit ihren zauberhaften Ikonen und mysteriösen Gesängen. Die Verteidiger der alten lateinischen Messe des Spätmittelalters fühlen sich ganz und gar nicht als Auslaufmodell. Sie meinen irgendwie den Gral zu hüten, der erst noch erstrahlen wird. Sie fühlen sich nicht selten als die "wahre Kirche", während die breite Palette der römisch katholischen Gemeinden, ganz geschweige von altkatholisch oder evangelischen Gemeinden, der Häresie der Formlosigkeit verfallen sind.
Auch bei den Traditionalisten ist viel Individualismus im Spiel. Bei den älteren sind es Kindheitserinnerungen an das Numinose, Unverstandene, das sie doch intensiver erlebt haben, als alles, was moderne Liturgie ihnen jetzt bietet. Aber auch Jüngere finden sich in diesem Publikum. Es sind jene, die sich als Avantgarde der Wiederkehr des Wahren und Alten fühlen, auch wenn sich dieses Gefühl nur mit viel Polemik gegen den status quo behaupten lässt. Gemeinsam ist aber den meisten Traditionalisten, dass sie der Kirche vorwerfen, das Heilige aus dem Gottesdienst eliminiert zu haben und die Messe banalisiert zu haben.

Als amerikanischer Priester der Episkopal Kirche, in der Musik und Zeremonie hoch geschätzt wird, ist mir eine traditionsreiche fulminante Messe lieb. Es wird aber immer mit einer sehr weltoffenen und liberalen Ethik verbunden. Das heißt, dass traditionsreich nicht mit theologisch konservativ oder traditionalistisch gleichgestellt werden muss.
Der Hebräerbrief kann leicht missverstanden werden. Nicht nur die Passage aus der heutigen Lesung könnte so klingen, als richte sich der Text gegen das Alte Testament, gegen Mose und gegen die Offenbarung am Berg Sinai. Diese Interpretation übersieht aber, dass der gesamte Brief seine Argumente auf dem Boden des Alten Testamentes und der Offenbarung an das Volk der Juden entwickelt. Deswegen auch wurde diese Ermutigungsschrift aus dem späten ersten Jahrhundert später "Hebräerbrief" genannt.

Der Hebräerbrief ist nicht gegen das Alte Testament gerichtet. Er zeigt die Fortführung, die Erfüllung und die Überbietung der Offenbarung im Alten Bund durch das Kommen Gottes in Jesus Christus. Er zeigt den Menschen aus allen Völker, dass sie zu dem einen Volk Gottes berufen sind. Gerade in der heutigen Lesung wird deutlich, dass dieser Weg eine Richtung hat. Vom sinnlich-greifbaren Bereich in den geistlichen Bereich, vom erdverbundenen zum himmelverbundenen Ereignis. Darum betont die Lesung den Gegensatz von der Erfahrung des Moses-Bundes vom Berg am Sinai zum neuen Bund in Christus.

Die alte Erfahrung betont den Schrecken Gottes. Das Feuer ist ein solches Bild der Erfahrung des unnahbaren, heiligen Gottes. Die dunkle Wolke, der Sturmwind, die Stimme wie eine Posaune, mit all dem hat das Volk Israel die Erscheinung Gottes beschrieben und in der Erfahrung, dass Gott heilig ist: „mysterium tremendum“, ein erschütterndes und begeisterndes Geheimnis geformt.

Dazu, sagt der Hebräerbrief, sind wir in der Taufe nicht hingetreten, sondern zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem. Das Geistige des Neuen wird hier betont gegenüber dem Sinnlichen Alten. Stand das Volk am Sinai voll Schrecken gebeugt auf der Erde, so sieht der Hebräerbrief das Neue Volk einziehen in die Gemeinschaft der Vollendung im Himmel.

Es fällt auf, dass die Gotteserscheinung am Sinai nur äußerlich beschrieben wird. Nicht um die Offenbarung Gottes oder um den Inhalt, die zehn Gebote, geht es, sondern um die Form der Erfahrung. Nicht zuletzt geht es um den Kult, dem Ritual. Im neuen Bund, in Jesus Christus, ist Gott den Menschen auf eine Weise nahe gekommen, dass die Erscheinung Gottes nicht mehr mit Schrecken verbunden ist. Am Karfreitag wurde der Vorhang im Tempel zerrissen (so steht es in alle vier Evangelien - vgl Mt 27,51), weil Gott sich in seiner Liebe gezeigt hat. Gott der Richter Aller, tritt für die Armen ein und lädt sie in sein Reich ein. Sie stoßen zur Festversammlung im Himmel.

So auch die Botschaft unseres heutigen Evangeliums.

Das ist es, was wir im Gottesdienst feiern. Deswegen trägt die Eucharistie Züge einer Versammlung und eines Mahls. Aber darüber darf nicht vergessen werden, wie heilig diese Versammlung ist und wie heilig Gott in unserer Mitte ist. Die Liturgie darf daher nicht einseitig nur noch die Gemeinschaft darstellen, weil es nicht irgendeine beliebige Gemeinschaft ist, sondern die Versammlung um Gottes Thron. Darum geht etwas Wesentliches verloren, wenn die Erfahrung des Heiligen aus der Messe verbannt wird, wenn es hier nur mehr um Geselligkeit, ergänzt um etwas Belehrung, geht. In der Symbolik der heiligen Eucharistie soll darum die Heiligkeit Gottes erfahren werden, gerade weil er uns so nahe ist.

Mit der Vielfalt der Kulturen und Erfahrungen wandelt sich auch die Gestalt der Messe. Aber jede Kultur und jeder einzelne von uns bleibt aufgefordert, den Gottesdienst in einer Form zu gestalten und mit zu feiern, in der das Geheimnis der Gegenwart Gottes nicht verloren geht. Der Hebräerbrief weist den Weg von der schreckenden Erfahrung zur Anbetung. Nicht ob wir knien oder stehen macht den Unterschied. Man kann sich kniend in die Bank plazieren aber auch herumstehen, als würde man am Bahnhof auf den Zug warten. Man kann aber auch niederknien vor dem Geheimnis Gottes im Sakrament oder auch voll Ehrfurcht und in Anbetung s vor dem Heiligen in unserer Mitte stehen. Immer ist es Christus, durch den wir beten und ist es der Herr, der Herr der unendlichen Liebe, dessen Gegenwart unsere Versammlung erfahrbar macht.

Im heutigen Evangelium geht es um eine Mahlzeit im Haus eines Pharisäers. Aber, bei Mahlzeiten im Lukasevangelium geht es nicht nur über einzelne Mahlzeiten. Jede Mahlzeit in den Evangelien verweist auch auf, und sagt uns etwas über die Eucharistie, in der wir uns finden, wenn das Evangelium hören. Wir sind nicht im Hause des Pharisäers zu Gast, wo wir beobachtet und qualifiziert werden. Als wir die Türen zu unserer Kirche heute betreten haben, sind wir durch eine Tür der Liebe und Gnade getreten. In den Augen der Welt, ist was hier passiert, alles umgedreht. Wir werden als die Gäste geehrt, nicht wegen dem, was wir getan haben und nicht zu Verdienst gemacht haben, sondern weil Jesus unser Gastgeber uns, seine geliebte Gäste, Brüder und Schwestern, miteinander zu sein berufen hat,.


Er hat uns nicht wegen unserer herausragenden Leistung in der Welt eingeladen, sondern weil er uns liebt. Seine Worte und Taten haben uns davon überzeugt, dass wir an diesem Tisch eingeladen sind, ob wir als erster oder letzter kommen. So nähern wir uns dieser Mahlzeit mit Freude und tiefer Dankbarkeit, dass unser Gastgeber uns gesehen und erkannt hat, uns als volle und gleichberechtigte Teilhaber zum Bankett gerufen hat, das er so liebevoll für uns vorbereitet hat. Jesus ist heute unser Gastgeber und kommt zu jedem von uns und sagt: „Mein Freund, rück weiter hinauf!“  Amen.

Predigt am 13. Sonntag nach Trinitatis

13. Sonntag nach Trinitatis
21. Sonntag im Lesekreis
Jesaia 66,18-21; Psalm 117,1,-2; Lukas 13,22 30
St. Willborord Kirche, Krems
21 August 2016
Pfarrer em. Dr. Walter Baer


Die Frage, die Jesus da im Evangelium gestellt wird, ist auch unsere Frage:
„Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“ Es ist die Frage danach, ob sich alle unsere Mühen lohnen, um das ewige Leben zu erhalten.

Die Antwort Jesu ist keine direkte Antwort auf die Frage. Sie gibt uns aber zu denken: „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen, denn viele werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.“

Die Antwort, die Jesus gibt, wirft neue Fragen auf: Warum bemühen sich viele vergeblich? Was heißt: „Bemüht euch mit allen Kräften!“? Kommt es also doch auf unsere Kräfte an, auf unsere Werke und Verdienste, um das Heil zu erlangen? Was meint Jesus damit? Worum geht es?

Einen neuen Zugang zu dieser Frage habe ich vor ein paar Wochen bekommen. Am Anfang Juli hatte ich die Gelegenheit eine Woche in Utrecht in den Niederlanden zu verbringen und an einem Seminar über Altkatholische Theologie teilzunehmen. Es gab Teilnehmer aus Holland, Deutschland, der Schweiz, den USA, Polen, Italien und Bischof Heinz Lederleitner und ich aus Österreich. Letzte Woche habe auch ich in St. Pölten in einem anderen Zusammenhang auch darüber gesprochen.

Von großem Interesse waren für mich die historischen Entwicklungen, die zu der Entwicklung der altkatholischen Theologie und Spiritualität geführt haben. Wie Sie wissen, in Deutschland, der Schweiz, Österreich, der Tschechoslowakei und Kroatien begann die altkatholischen Bewegung dann,  als eine Reihe von neuen Innovationen, die von Rom im neunzehnten Jahrhundert eingeführt wurden, die dann in dem Ersten Vatikanischen Konzil im Jahre 1870 zur offiziellen Lehre der römischen Kirche wurden. Diese Änderungen beinhalteten, wie die Kirche regiert wird und auch gewisse Glaubensaussagen kamen hinzu. Dazu gehörten die Idee der päpstlichen Unfehlbarkeit, die neue diktatorische Macht der Päpste die zur universellen Gerichtsbarkeit über jeden katholischen Christen in der Welt erklärt wird und letztlich wurden auch Maria und ihrer Rolle bei der Erlösung der Menschheit neue Ideen zugebilligt. Viele Theologen, Geistliche und gebildete Laien haben gegen diese Innovationen Einspruch erhoben, und wurden in Folge von der römischen Kirche wegen Ungehorsam gegenüber der neuen Lehre ausgeschlossen.

In den Niederlanden gab es eine eigene Entwicklung, wo das alte Erzbistum Utrecht, dem Druck von den Jesuiten auf ihrer alten Vorrechte und insbesondere ihrer theologischen Ansichten zu verzichten, standgehalten hat. Die theologischen Ansichten über die „Gnade Gottes“ des heiligen Augustinus, die sagt, dass alle Menschen zwar Sünder sind, aber dass sie ebenfalls Zugang zu Gottes vergebende Gnade haben, hatte eine große Bedeutung in der niederländischen Kirche gewonnen. Die Jesuiten, deren Ansichten von der Gnade durch legalistische Formulierungen gesteuert wurden, haben den Papst aufgefordert diese Ansichten, die als Jansenistisch (nach dem Theologen an der Universität Löwen Cornelius Jansen) bezeichnet wurden, als ketzerisch zu erklären. So schließlich erklärte Rom 1723 die Erzbischöfe von Utrecht und die anderen niederländischen Bischöfe als schismatisch. Als es nach 1870 klar wurde, dass Rom keine Absicht hatte, sich mit der niederländischen Kirche zu versöhnen, schlossen sich die Holländer mit denen, die die Lehre des Ersten Vatikanische Konzil abgelehnt hatten, zur altkatholischen Bewegung zusammen und bildeten sie so, wie wir sie heute haben.

Ein wichtiger Teil des Altkatholizismus ist das Verständnis, dass die Gnade Gottes und die Liebe Gottes mächtiger ist als religiöser Autokratismus. Das Feuer der Liebe Gottes wird auf neue Weise für verschiedene Generationen bereit gestellt. Dies hat schon in der frühen Kirche gegolten, und es ist heute noch immer wahr. Gottes Gnade, die nicht durch eine autoritäre religiöse Institution vermittelt wird, ist eine Gnade, die für Alle verfügbar ist.

So wie steht diese Lehre über die Gnade Gottes zum heutigen Evangelium?
Die Antwort, die Jesus gibt, wirft neue Fragen auf: Warum bemühen sich viele vergeblich? Was heißt: „Bemüht euch mit allen Kräften!“? Kommt es also doch auf unsere Kräfte an, auf unsere Werke und Verdienste, um das Heil zu erlangen?
Im Gleichnis vom barmherzigen Vater hat Jesus es uns doch anders erzählt, dass es nämlich Gottes Güte ist, die dem verlorenen Sohn Vergebung und Heil schenkt. Besteht da ein Widerspruch zwischen dem Gleichnis und dem heutigen Evangelium? Was will Jesus uns heute verkünden?

zum 1.: Unsere Aufgabe besteht nicht darin zu spekulieren, sondern die Gaben in unserem Leben zu entdecken, die Gott uns geschenkt hat. Und diese gilt es dann auch einzusetzen.

Zum 2.: Es ist nicht richtig, vor Gott Berechnungen anzustellen. Darum dürfen wir zu Gott nicht sagen: Wir haben für dich so viel getan; jetzt bist du dran, uns den Lohn dafür zu geben. Gott ist nicht unser Handelspartner. Wir bleiben vor ihm immer Glaubende, Hoffende, Liebende und Bittende.

zum 3.: Unser Leben ist manchmal hart und schwer. Krankheiten. Leiden und Behinderungen kosten große Kraftanstrengungen. Der Glaube soll keine zusätzliche Last sein. Er will uns erfahren lassen, dass er uns hält und trägt.

Das Evangelium ist also keine „Droh-botschaft“, sondern eine „Froh-botschaft“; denn am Schluss heißt es: „Man wird von Osten und Westen, von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tische sitzen.“
Es gibt also mit Gott Gemeinschaft und Freundschaft, nicht nur für uns Christen, sondern auch für die Menschen anderer Religionen. Gott ist der Gott und Vater aller Menschen.

Liebe Freunde! Wir haben keinen Grund, uns vor Gott zu fürchten. Er ist kein unberechenbarer, furchterregender Gott, auch kein kleinlicher Buchhalter. Er ist ein Gott, dem wir uns ganz anvertrauen können. Er ist es, der uns liebt und rettet. Durch Jesus Christus lädt er uns freundlich ein: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“.

Amen. 

Monday, August 15, 2016

Sermon preached on 14 August 2016 at the Old Catholic congregation in Bratislava, Slovakia

Proper 15; 20th Sunday in Ordinary Time                                                        
Isa 5:1-7; Ps 80:1-2, 8-18; Heb 11:29-12:2; Lk 12:49-56
Old Catholic Church, Bratislava, Slovakia
14 August 2016
The Rev. Dr. Walter Baer

“I came to bring fire to the earth”

Jesus said, "I came to bring fire to the earth, and how I wish it were already kindled! I have a baptism with which to be baptized, and what stress I am under until it is completed! Do you think that I have come to bring peace to the earth? No, I tell you, but rather division!” (Luke 12:49-51)

These are difficult words to hear from Jesus. These words are not the comforting words one normally expects from Jesus, they even sound violent. What might he be saying?

Rabbi Jonathan Sachs, the recently retired chief rabbi of Great Britain, once wrote: “Religion.. is like fire. It warms, but it also burns, and we are the guardians of the flame.” (From Optimism to Hope p. 45, 79.)

Jesus said “I came to bring fire to the earth.”  Fire, Rabbi Sachs tells us, warms, but it also burns. Fire is something that we cannot live without. In winter it keeps us warm, with it we cook our food, with it we produce the energy, which powers our modern world. It is an essential element of human life, even when we don’t see it. But fire, when uncontrolled, or when it escapes our control, can burn our house down in a matter of minutes, it can kill, it can easily destroy, it can hurt and maim a person and scar them for life.

So, like fire, the Rabbi tells us, is religion. It too can warm us, comfort us, give life and meaning, provide us with the energy and motivation for human life. As with fire, religion is indispensible, human life does not really function without it. To some, religion is old-fashioned and no longer relevant, but like fire, religion it is an indispensible part of life. When religion is uncontrolled or when it is ignored, it can destroy, it can kill, it can hurt and maim a person and scar them for life. Religion is a reality, and we see this again more and more in our own time.

Rabbi Sachs goes on to say, “we are guardians of the flame.” What does he mean by that? Fire is both a necessity of life and at the same time very dangerous. As humans we have learned how to harness fire and most of the time it is a life-giving force. Religion, like fire, is both a necessity of life and can at the same time be very dangerous. As, Christians, both clergy and lay, we are called to be “guardians of the flame.” It is only through proper care, knowledge, and skill, that religion’s life-giving power can be experienced. When not, religion can become destructive, coercive, even deadly.

What is the fire that Jesus is kindling? It is a fire, which was embodied in how he lived out in his earthly ministry. It was a fire of love for humanity, for the outcast, the sinner. It was a love, which was so intense that it led his own religious leaders to reject him and to crucify him. Yet, this fire of love was so powerful that death could not hold him, and he rose victorious from the grave. This is the intensity of his love.

Jesus himself was a victim of religious intolerance. He was the victim of the kind of religion that excludes, kills, and maims anyone who deviate from its precepts. Today we see examples of this in various religious traditions. Perhaps, it is most obvious today in some forms of Islam, but it is also present in Christianity, Judaism, Buddhism, Hinduism and others.

Thus Jesus speaks about bringing not peace, but division. It is a division, which even goes to life within families. The fire of love is often rejected by fear, by intolerance, by closed-mindedness. This can lead to division.

The church has struggled with this throughout its history. As Old Catholics, we too have experienced rejection.

In the beginning of July, I was privileged to spend a week in Utrecht in the Netherlands to participate in a seminar on Old Catholic theology. There were participants from Holland, Germany, Austria, Switzerland, the United States and Poland.

Of great interest to me were the historical developments, which led to the development of Old Catholic theology and spirituality. As you know, in Germany, Switzerland, Austria, Czechoslovakia, and Croatia, the Old Catholic movement came into being when Rome introduced a series of novel innovations in the nineteenth century, culminating in the First Vatican Council in 1870. This included changes in how the church was governed and what it believed. This included the idea of papal infallibility and new dictatorial powers giving the pope universal jurisdiction over every Catholic Christian in the world. It also included new ideas about Mary and her role in salvation. Many theologians, clergy and educated laity, objected to these innovations. These dissenters were subsequently excluded from the Roman church due to disobedience to these new teachings.

In Holland, there was a separate development, where the ancient a
Archdiocese of Utrecht rejected pressure from both Protestant and Jesuit sides to abandon their ancient prerogatives and particular theological views. The theological views of God’s grace from St. Augustine, which say that we all are sinners and have access to God’s forgiving grace, had gained prominence in the Dutch church. The Jesuits, who viewed grace as being controlled by legalistic formulations through the sacrament of confession, felt challenged by the Augustinian teaching on Grace. So they arranged for the Pope to declare these views as heretical. Thus, eventually the Archbishops of Utrecht and the other the Dutch bishops were declared in schism with Rome in 1723. When after 1870, it became clear that Rome had no intention to reconcile with the Dutch church, the Dutch joined with those rejecting the teaching of the First Vatican council to form the Old Catholic movement that we have today.

A key part of Old Catholicism is the understanding of God’s grace, of God’s love, being more powerful than religious authoritarianism. The fire of God’s love is made present in new and living ways in different generations. This was true in the early church and it is true today. God’s grace is not mediated through an authoritarian religious institution, grace is available to all. The grace of ordination is not confined to unmarried men, or only to males. Women are equal in the sight of God, women are welcome to be ordained. Gay people are welcome, persons of every race, social status, gender, or sexual orientation. The fire of God’s love is there for all.

Religious violence is the fire of religion when it is out of control. Religious violence is not only killing others in the name of God. It is also refusing God’s love and grace due to an authoritarian interpretation of religious texts. This kind of exclusion is violence as well.

Rabbi Jonathan Sachs wrote: “Religion.. is like fire. It warms, but it also burns, and we are the guardians of the flame.”

Religion is not indifferent, it is very complicated. We are called to a discernment of spirits.

In a sermon after the murder of a priest in Normandy by an Algerian immigrant claiming allegiance to ISIS, the Archbishop of Paris made an excellent point with regard to religion. He said that the murderer was not serving God or Allah, but Moloch, the ancient Canaanite idol who demanded child sacrifice. This is not a religion of love, it is a religion of hate.

Similarly, the director of the Center for Islamic Studies in Münster Germany noted recently in the Frankfurter Algemeine newspaper that most of these attacks are not conducted by devout Muslims but by “religious illiterates” who do not know the truths of Islam, and are thus easily led astray by false teaching. His solution is not less religion, but more intense study of religion and devotion to it. This would prevent religion-based violence.

In my many years in the American South, I learned that the most racist, sexist, or homophobic Christian people were those who had but a superficial relationship to the church or the Bible. Intense study of scripture, prayer, and devotion always opens people’s hearts to others.


Jesus said that he came to bring fire to the earth. The fire that he brought was the fire of love. The fire of unreflective and authoritarian religion can burn, it can be deadly.  May the warm fire of God’s love be kindled in us now and always. Amen.

Predigt am 14. August 2016 in der altkatholischen Gemeinde in St. Pölten.

12. Sonntag nach Trinitatis; 20. Sonntag im Jahreskreis                                                
Jer 38,4-6.8-10; Ps 40,2-4b.18; Heb 12,1-4; Lk 12,49-53
Altkatholische Bürgerspitalskirche, St. Pölten
Pfarrer em. Dr. Walter Baer
14 August 2016

„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen"

Vom Feuer war heute im Evangelium die Rede: Jesus ist gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Feuer, das meint Begeisterung. Wenn wir sagen, dass jemand Feuer und Flamme ist für etwas, dann heißt das:

Er geht ganz und gar darin auf. Und der Funke soll auch überspringen auf andere.
Allerdings kann es auch sein, dass der Funke nicht recht zünden will, dass die Begeisterung nicht überspringt, so sehr man sich auch bemüht.

Auch Jesus hat das erfahren müssen: In seiner Heimatstadt Nazaret wird er erstaunlicherweise abgelehnt. Seine eigene Familie hat ihn zunächst nicht verstanden, und manche von seinen Verwandten sagten sogar: Er ist verrückt.

Viele einflussreiche Leute und die religiösen Anführer seines Volkes waren gegen Jesus. So wurde ihm immer mehr klar, dass er eines Tages gefangen genommen und zum Tode verurteilt werden sollte.

Vom Feuer der Liebe, das Jesus den Menschen bringen wollte, wollten sie sich nicht anstecken lassen. Sie wollten ihr eigenes Feuer, ein Feuer der Zerstörung, der Macht und des Hasses dagegenhalten.

Was Jesus darum im heutigen Evangelium beschreibt, hat er selber erfahren müssen: An ihm scheiden sich die Geister. Die Menschen streiten sich darüber, ob er wirklich der verheißene Retter und Messias, war oder aber nur ein Betrüger. Sogar bis in die Familien hinein ging und geht dieser Streit: Aus ein und derselben Familie glaubt einer an Gott, der andere nicht, und so kommt es zu Uneinigkeit.

Dabei will Jesus, dass Frieden und nicht Spaltung, Versöhnung und nicht Trennung, Einheit und nicht Zwietracht zwischen den Menschen herrscht. Auch uns trägt Jesus das auf: Wir sollen das Feuer seiner Liebe, das Feuer seiner Versöhnung zu den Menschen tragen und ihr Leben froh machen.

Und doch müssen wir dabei wissen: Auch wir können dabei auf Ablehnung stoßen. Nicht jeder versteht, dass wir an Jesus glauben und dass er uns gezeigt hat, wie gütig und barmherzig Gott ist.

Das Feuer der Liebe wird oft  durch Angst, Intoleranz und Engstirnigkeit abgewehrt. Dies kann zu einer Spaltung führen. Die Kirche hat mit dieser Ablehnung der Liebe im Laufe seiner Geschichte zu kämpfen. Wir Altkatholiken haben auch Ablehnung erfahren.

Am Anfang Juli hatte ich die Gelegenheit eine Woche in Utrecht in den Niederlanden zu verbringen und an einem Seminar über Altkatholische Theologie teilzunehmen. Es gab Teilnehmer aus Holland, Deutschland, der Schweiz, den USA, Polen und Bischof Heinz Lederleitner und ich aus Österreich.

Von großem Interesse waren für mich die historischen Entwicklungen, die zu der Entwicklung der altkatholischen Theologie und Spiritualität geführt haben. Wie Sie wissen, in Deutschland, der Schweiz, Österreich, der Tschechoslowakei und Kroatien begann die altkatholischen Bewegung dann,  als eine Reihe von neuen Innovationen, die von Rom im neunzehnten Jahrhundert eingeführt wurden, die dann in dem Ersten Vatikanischen Konzil im Jahre 1870 zur offiziellen Lehre der römischen Kirche wurden. Diese Änderungen beinhalteten, wie die Kirche regiert wird und auch gewisse Glaubensaussagen kamen hinzu. Dazu gehörten die Idee der päpstlichen Unfehlbarkeit, die neue diktatorische Macht der Päpste die zur universellen Gerichtsbarkeit über jeden katholischen Christen in der Welt erklaert wird und letztlich wurden auch Maria und ihrer Rolle bei der Erlösung der Menschheit neue Ideen zugebilligt. Viele Theologen, Geistliche und gebildete Laien haben gegen diese Innovationen Einspruch erhoben, und wurden in Folge von der römischen Kirche wegen Ungehorsam gegenüber der neuen Lehre ausgeschlossen.

In den Niederlanden gab es eine eigene Entwicklung, wo das alten Erzbistum Utrecht, dem Druck von den Jesuiten auf ihrer alten Vorrechte und insbesondere theologischen Ansichten zu verzichten, standgehalten hat. Die theologischen Ansichten ueber die „Gnade Gottes“ des heiligen Augustinus, die sagt, dass alle Menschen zwar Sünder sind, aber dass sie ebenfalls Zugang zu Gottes vergebende Gnade haben, hatte eine grosse Bedeutung in der niederländischen Kirche gewonnen. Die Jesuiten, deren Ansichten von der Gnade durch legalistische Formulierungen gesteuert wurden, haben den Papst aufgefordert diese Ansichten, die als Jansenistisch (nach dem Theologen an der Universität Löwen Cornelius Jansen) bezeichnet wurden, als ketzerisch zu erklären. So schließlich erklaerten  1723 die Erzbischöfe von Utrecht und andere niederländischen Bischöfe ein Schisma. Als es nach 1870 klar wurde, dass Rom keine Absicht hatte, sich mit der niederländischen Kirche zu versöhnen, schlossen sich die Holländer mit denen, die die Lehre des Ersten Vatikanische Konzil abgelehnt hatten, zur altkatholischen Bewegung zusammen und bildeten sie so, wie wir sie heute haben.

Ein wichtiger Teil des Altkatholizismus ist das Verständnis, dass die Gnade Gottes und die Liebe Gottes mächtiger ist als religiöser Autokratismus. Das Feuer der Liebe Gottes wird auf neue Weise fuer verschiedene Generationen bereit gestellt. Dies hat schon in der frühen Kirche gegolten, und es ist heute noch immer wahr. Gottes Gnade, die nicht durch eine autoritäre religiöse Institution vermittelt wird, ist eine Gnade, die für Alle verfügbar ist. Die Gnade des Priesteramtes ist nicht nur auf unverheirateten Männer beschränkt, oder nur auf Männer. Frauen sind gleichwertig, Frauen sind willkommen, das Priesteramt zu bekleiden. Geschiedene und auch homosexuelle Menschen sind willkommen, Personen jeder Rasse, sozialem Status, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Das Feuer der Liebe Gottes ist für alle da.

Wenn das Feuer der Religion außer Kontrolle geraet oder in eine falsche Richtung gerichtet wird, kann dies zu religiöser Gewalt führen. Religiöse Gewalt ist nicht nur Andere im Namen Gottes zu töten. Es ist auch die autoritäre Interpretation religiöser Texte, demnach man Gottes Liebe und Gnade manchen Menschen aus verschiedenen ideologisch bestimmten Gründen verweigern kann. Ja, auch das ist Gewalt.

Das Christsein kann auch wegen solcher selbstzerstörenden Streitereien zu Ablehnung von Anderen fuehren.

Wie können wir damit umgehen? Im heutigen Evangelium sagt uns Jesus, dass wir mit solcher Ablehnung oder gar mit manchem Spott rechnen müssen. Das kann passieren; also stellt euch darauf ein. Und zugleich will er uns damit Mut machen; denn der Glaube an Gott, den Jesus uns verkündet hat, hilft uns wirklich im Leben weiter und gibt uns Kraft - auch wenn manche das nicht verstehen können oder wollen.

Als Christen suchen wir nicht den Streit und den Unfrieden, sondern wir wollen uns mit unseren Mitmenschen gut vertragen. Die Nächstenliebe, die Jesus uns aufgetragen hat, gilt selbstverständlich auch für alle, die uns nicht verstehen. Immer wieder sollen wir versuchen, uns mit Anderen zu versöhnen, die uns vielleicht wegen unseres Glaubens anfeinden.


Wir alle wissen: Friedensstifter haben es nicht leicht. Und doch braucht sie diese Welt dringend. Jesus wollte das Feuer der Liebe und des Friedens zu den Menschen bringen, gegen allen Hass und Streit. Mit seinem ganzen Leben, ganz selbstlos ist er dafür eingestanden. Arbeiten auch wir daran, dass sich dieses Feuer der Liebe Jesu auf der Erde immer mehr ausbreitet, damit alles Trennende unter den Menschen überwunden werden kann!   Amen.

Thursday, April 21, 2016

Reflection given for Gary Thomas at his Funeral today at St. Thomas in Monroe La.


Tribute to Gary Thomas
April 21, 2016
St. Thomas Episcopal Church
Monroe, Louisiana

I have been asked to give some reflections about Gary. But it seems, as a preacher, that I have a hard time not making at least a small reference to Holy Scripture, especially since this so fits to Gary.

The Gospel text, which was just proclaimed this morning, is a text that is usually interpreted as a form of what theologians call “personal eschatology”, that is about what happens to us as we enter the next life. “In my Father’s house there are many dwelling places”; Jesus secures for us a place in the life to come. This is true and of great comfort.

Yet, in the case of Gary, I think another interpretation of this text is possible, namely what theologians call “realized eschatology”; future events that are realized in this life. Because Gary experienced in this life, that in the Father’s house there are many dwelling places that he has prepared for us.

In the almost thirty years that I have known Gary, he has lived in innumerable dwelling places. One can go to any major town in Louisiana, and some in surrounding states, and say “I remember when Gary Thomas lived here.” And that is quite remarkable. Yet, in line with Jesus’s saying in this text, in each of these places he found that God had prepared a place for him. Much of this was related to his work as a Land Man and the inherently peripatetic nature of that kind of work, especially in the boom and bust cycles of the oil and gas industry in our region. Another factor was his willingness to move and his calling as a servant of Christ. Although his work was very important and largely enjoyable to him, his primary work was a servant of our Lord – however that might manifest itself at a given point in time.

In his movement among the “many dwelling places”, to which he was led over the years, several anchors were always in place.
·      Gary was always a loyal son of Webster Parish. His parental home in Serepta was always and continued to be an anchor in his life. Gary was always available for any family member in need, and especially for his mother Eileen, for his late father, and his sisters, Pat and Jennifer. His brother-in-law Eli was especially close to his heart as they both suffered debilitating illnesses at the same time.
·      A second anchor was the Episcopal Church. He had always cherished his Baptist upbringing, but loved the Episcopal Church which he found as a student at Louisiana Tech. Wherever he was, whatever town or city he was in, he immediately connected with the local parish and soon participated in various aspects of parish life, especially outreach and music. His singing talents and many contacts made it possible for him to an honorary member of church choirs throughout Louisiana and the surrounding states.  He usually had his choir vestment on hand to participate. Many people in here this church this morning can testify to legendary encounters with Gary Thomas in remote places around the State where one happens to be innocently attending church and suddenly Gary Thomas is processing down the aisle with the choir, as if he’d always lived there. He was in fact everywhere. I was talking the other day to my friend Fr. Stephen Craft in New Orleans about Gary,and these serendipitous encounters. Stephen quoted the famous line by John Wesley who said, “The world is my parish”. That certainly applied to Gary. He certainly valued his various parish memberships over the years, but was active in innumerable parishes.
·      There were some other anchors over the years, Shreveport where he lived for many years, his years there with Theresa and stepson Chris and the many friends there, his active theater life there; and Lafayette where he sojourned for a time. St. Francisville where he dabbled in the Bed and Breakfast business for a time. And of course, his dear New Orleans, where he lived and worked for a time, but which came to be close to his heart in a way only New Orleans can. His long affiliation with Grace Church on Canal Street was one of the many places where his biography crossed mine. He was the one who submitted my name to the parish for rector 13 years ago. In his long association with New Orleans, he continued to work tirelessly both there and wherever he was for the rebuilding of the city after flood devastation following Hurricane Katrina in the years after 2005, and hosting evacuees in his home.
·      His time of “hanging around” at St. Thomas and in Monroe in 2003, as I was preparing to move to New Orleans, was the beginning of a new chapter for Gary as he met his beloved Susan here at St. Thomas for the first time, and was immediately smitten. We all know where that led.
·      And so, his final anchor in the last almost decade and a half was Monroe and his life with his beloved wife Susan. It was such a privilege to be involved in their wedding. Many chapters can be related to his family life with his parents in-law, his two brothers-in-law and their wives, his stepchildren Joey, Stanly, and Frances and their spouses and his step-grandchildren, whom he loved so very much.
·      This immense support system and network of family, church, coworkers, and the wider community was in action throughout Gary’s illness. The people of St. Thomas and the example of the Rev. Dawnell Stodghill is a remarkable testimony to the love of Christ in action. Gary’s courage in the face of a deadly disease and the witness of his Christian faith is and will continue to be an inspiration to all.
·      Gary had various anchors over the years; but he was an anchor to very many.

In this regard, another scriptural allusion comes to mind, which I think was written with Gary in mind: namely Matthew 25 and its enumeration of the “corporal works of mercy”: visiting the sick, visiting the prisoner, feeding the hungry and thirsty, clothing the naked, welcoming the stranger.

I was going through my emails with Gary over the last fifteen years (yes I have all my emails from the last 15 years), and the majority of them have to do with these acts of mercy. Gary would drive across two states if a friend was sick and visit them and minister to them. He would attend funerals of countless people to comfort the family and pray for the soul of the departed one. He would drive desolate highways to visit and minister to prisoners in Angola each month, he organized countless outreach programs to people in need. He even lived at the Well (a homeless shelter in Lafayette) for a time and ministered there. Most famously perhaps, he organized the Deacons in the Dust program with Deacon Ormonde Plater in New Orleans after Katrina.

One of the first times I worked with Gary was in Shreveport in 1989 when St. Mark’s Church (as the cathedral was then called) celebrated its 150th anniversary. It was an extensive celebration, which extended for several months, and culminated on Palm Sunday, the day of the first Christian service held in Shreveport at the riverfront on Palm Sunday 1839. It was held by Bishop Leonidas Polk (the fighting Bishop). On the Saturday before Palm Sunday, the late Robert Lightsey who was a theater person in Shreveport and later a Deacon, wrote and produced a reenactment play of the first service at the riverfront location, where the service took place. Some ruffians were there at the time of Bishop Polk’s arrival, who wanted to break up the service, but some of Bishop Polk’s shipmates prevailed and the service happen and became the beginning of St. Mark’s Church in Shreveport. Gary was one of the principle actors in the performance. As I recall, he was the one who established order so that divine worship could be conducted with dignity and decorum. This was a role he would perform in real life, over and over again.

As much as he loved to act, or perform musically from his days in the Louisiana Tech band to his participation in countless choirs and as a cantor in various churches, something that he was a very good at and enjoyed – he preferred and lived in real life. Gary hated hypocrisy, or hierarchical pretentions. Sometimes his reactions to these were visceral, but most always justified. For Gary his life and faith weren’t an act. It was the real thing. He was the real deal. Gary was a true Christian.

In my Father’s house there are many dwelling places…. Gary experienced and blessed many dwelling places over the years. In each he found that Jesus had prepared a place for him. Now he finds that again. Jesus has gone and prepared a place for him, and has come and taken him there.

I join a great throng who will miss Gary very much. Thank you Gary for your presence among us.